Jacob Cats (1577-1660): Op Zout.

 

Het Zout is wonder nut, het moet’et al bewaren,

Wie kan’er sonder dat in verre Landen varen?

Al wat den mensche voedt, al wat men zuyvel hiet,

En deugt of sonder Zout, of sonder Pekel niet.

Geen Kock en kan bestaen, geen Meyt en weet te koken,

Soo haest als haer het Zout of pekel heeft ontbroken;

En wie de Tafel deckt, en Zout daer op vergeet,

Die toont dat hy sijn ampt in geenen deel en weet.

Zout dient ontrent het vleysch, het dient ontrent de vissen,

Dies kan men beter gout, als zout op aerden missen:

Maer hier en over-al soo dient de middel-maet,

Want als men die vergeet, soo wordt het goede quaet.

 

Philip von Zesen (1619-1689): Auf Saltz

 

Das Saltz ist wundernütz, das alles mus bewahren.

Wer kan wohl ohne dis in ferne Ländern fahren?

Was Vieh und Menschen speis’t, aus milch wird zugericht,

das tauget ohne Saltz, und ohne Pikkel nicht.

Kein Koch mag je besteh, mit seinem fleisch und schmaltze,

wan er nicht alles wohl gewürtzet hat mit Saltze.

Ja wer die tafel dekt, und saltz nicht fügt darbei,

der tuht sein amt nicht recht wie klug er immer sei.

Das Saltz ist mehr als gold: Saltz dient zu unsern tischen.

Das saltz gehört zum Fleisch’, und Saltz gehört zu Fischen.

Doch hier und überal mus maße sein betracht:

Dan als man die vergist, wird guhtes schlim gemacht.

 

Aus: Philipp von Zesen: Weltliche Lyrik: Cats-Übersetzungen. Berlin 2003. Signatur: 71-0624: 3, 1

 

Der Schat der Gesontheyt von Johan van Beverwijck (1594-1647) erschien zuerst 1636. Der Gesundheitsratgeber war mit seinen medizinischen Ausführungen und Erklärungen aktuell und praxisorientiert. Im Jahre 1643 erschien auch ein Schat der Ongesontheyt. Zu dem Erfolg haben sicherlich die Hunderte von Gedichten beigetragen, die der populäre Dichter Jacob Cats beigesteuert hat. Der deutsche Dichter Philip von Zesen hat das Werk 1672 ins Deutsche übertragen.

 

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Jacob Westerbaen (1599-1670): Lof van de pekelharing

 

Een Pekelharingh blanck,

Zwaarlyvigh, dick en lanck,

Dien ’t hoofd is afgeslogen;

Den buyck en rug met een

Heel proper afgesneên,

De vellen afgetogen.

Het grom voorts uitgedaan;

Raauw of wel eens gebraân,

Dan geen ajuin vergeten;

En eer des avonds laat

De zon te bedde gaat,

Met honger opgegeten.

En daartoe dan een stick,

Zoo groot gelijk een mick,

Van roggebrood gekloven,

Is goede medicyn;

Thriakel kan niet zyn

Zoo waardich om te loven.

Een dronck dan smaakt er op,

Bredaas of Haarlems sop,

Of uit de Delftsche kuipen;

Men slaapt daarop gerust,

En kan met nieuwen lust

Vroeg uit de veêren kruipen.

En als men is verzeeuwd,

En zit en gaapt en geeuwt,

Kan hij weêr rustig maacken;

Droogt de catharren op,

Die, boven uit den kop,

In borst en tanden raacken.

De spijs verteerrt hij goed,

En maackt, door suiver bloed,

Recht opgeruimde zinnen.

Wie zou dan dezen visch,

Die zoo weldadig is,

Niet loven en beminnen?

 

Anno 1656.

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Friedrich Rückert (1788-1866): Salz und Brot

 

Zum neuen Heime wünschen wir,

dass ihr glücklich und zufrieden seid.

Zu eurem Einzug haben hier

zwei Gaben wir bereit:

Das Brot, es gehe niemals aus,

und Salz, das würze jeden Schmaus,

solange ihr hier weilt

und euer Brot mit guten Freunden teilt.

Solange ihr habt Salz und Brot

bleibt ferne von euch alle Not.

 

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Gabriela Mistral (1889-1957): Elogio de la sal

 

La sal que, en los mojones de la playa de Eva del añ0 3000, parece frente cuadrada y hombros cuadrados, sin paloma tibia ni rosa viva en la mano y de la roca que brilla más que la foca de encima, capaz de volver toda joya.

La sal que blanquea, vientre de gaviota y cruje en la pechuga del pingüino y que en la madreperla juega con los colores que no son suyos.

La sal es absoluta y pura como la muerte.

La sal que clavetea en el corazón de los buenos y hasta el de N.S.J. hará que no se disuelvan en la piedad.

[1926]

 

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Pablo Neruda (1904-1973): Oda a la sal

 

Esta sal Dieses Salt

del salero aus dem Salzfaß

yo la vi en los salares, sah ich in den Salzgebieten.

sé que Ich weiß,

no van a creerme, man wird es nur nicht glauben,

pero canta, aber wahrhaftig

canta la sal, la piel es singt.

de los salares, singt das Salz, die Haut

canta der Salzgebiete,

con una boca ahogada sie singt,

por la tierra. mit

Me estremecí en aquellas erdersticktem Mund.

soledades Ich erschauderte in jenen

cuando escuché Einsamkeiten,

la voz da ich

de la sal des

en el desierto. Salzes

Cerca de Antofagasta Stimme

toda lauschte in der Wüste.

la pampa salitrosa Von Antofagasta

suena: tönt

es una die ganze große

voz Salpetersteppe:

quebrada, es ist eine

un lastimero gebrochene

canto. Stimme,

ein Klagesang

 

Luego en sus cavidades Später ruht in seinen Kammern

la sal gema, montaña das Steinsalz, ein Gebirg

de una luz enterrada, aus begrabenem Licht,

catedral transparente, ein transparenter Dom,

cristal del mar, olvido Kristall des Meeres, vergessen

de las olas. von den Wogen

 

Y luego en cada mesa Und dann auf jedem Tisch

de este mundo, der Erde,

sal, Salz,

tu sub stancia versprüht

ágil deine leichte

espolvoreando Substanz

la luz vital auf die Speisen

sobre lebenbedingendes Licht.

los alimentos.

 

 

Preservadora Bewahrer

de las antiguas der alten

bodegas del navío, Laderäume des Seglers,

descubridora ein Entdecker

fuiste so zogst du

en el océano, auf dem Weltmeer hin,

materia Materie

adelantada vorauseilend, kühn,

en los desconocidos entreabiertos auf unbekannten, kaum erschlossenen

senderos de la espuma Pfaden des Wogenschaums.

polvo del mar, la lengua Staub des Meeres, deine Zunge

de ti recibe un beso empfing den Kuß

de la noche marina: der Meeresnacht:

el gusto funde en cada der Geschmackssinn mischt in jedes

sazonado manjar tu oceanía mundende Gericht dein Ozeanien hinein

y así la mínima, und so weist uns

la minúscula die geringste,

ola del salero die winzigste

nos enseña Woge aus dem Salzfaß

no sólo su doméstica blancura, nicht ihre gebändigte Weiße nur,

sino el sabor central del infinito. Auch den innersten Geschmack des Grenzenlosen

 

Aus: Pablo Neruda: Das lyrische Werk Band 2. Herausgegeben von Karsten Garscha. Darmstadt und Neuwied 1985. Signatur: 85-0395

 

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Cees Buddingh' (1918-1985): Zeeklacht

 

Het water van de zee is altijd zout,

Hoe men de suikerpot ook mag hanteren,

Geagiteerd over het strand marcheren,

Terwijl de wind de brandingkoppen krauwt;

Een borstbeeld hakken uit scheepstimmerhout,

Des nachts, in droom, met meerminnen verkeren,

Tarbot fileren of Neptuin vereren:

Het water van de zee is altijd zout.

Daar helpt geen moederlief, geen vaderstout,

Geen bokken, dokken, knokken of gekscheren,

Geen brein van boterkoek, geen hart van goud:

Of men voor dames voelt of meer voor heren,

Het water van de zee blijft altijd zout.

 

Aus: Cees Buddingh’: Gorgelrijmen en andere gedichten. Amsterdam 1960.

 

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Abdelkader Benali (geb. 1975): Zout

 

Wat zouden we zijn zonder jou? In ieder

Geval niet het puntje van de tong, want

Daar was jij al. Jij bent bedacht om in onze

Wonden gewreven te worden. Jij stijgt ons

Naar het hoofd. Kenners weten wat ik bedoel

De zee zit barstensvol met jou, maar echt goed

Smaak je op een eitje. Gebiologeerd kan ik naar

Je kijken. Met je vriendjes in Jozo-pak

Op tafel, Soms gooi ik je over mijn schouders, om

Te zien waar je terecht zult komen. Jij bent

De Falstaff onder de smaken. Maar wij misbruiken

Jou. Pleuren je overal maar op, alsof je geen prins

Bent, maar kanonnenvoer. Alles smaakt goed door jou

Wie jou niet waardeert, waardeert zichzelf niet.

 

Aus: Abdelkader Benali: Gedichten voor de zomer. Amsterdam 2003.

 

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Ralph Dutli (geb. 1954): Salz ist das Kleingeld der Ewigkeit

 

Salz ist das Kleingeld der Ewigkeit

das uns alle Zeit heimzahlt

bis ans Ende der Erde

Salz verdirbt nicht es bleibt

was es ist

Salz bleibt

und macht bleiben

Salz schreibt

seit Jahrmillionen

sein würziges Tagebuch

Salz macht schreiben

Im Salz ist die Zeit nicht überhörbar

ihre Würze und Dauer

meine weiße Tinte

 

Aus: Thomas Strässle: Salz. Das weiße Gold. Mit Gedichten von Ralph Dutli (geb. 1954). München 2007.

 

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Ralph Dutli (geb. 1954): Fleur de Sel

 

eine kleine Dose erstanden

inder Carmargue als körniges Souvenir

mit obligaten blassrosa Flamingos

in Les-Saintes-Maries-de-la-Mer

zwischen meinen Gedankenzigeunern

den « Tau der Salinen » gewonnen - Salzblumen

gepflückt vom Salinenherrn in Aigues-Mortes

den toten Wassern voller Salzblüten

im Sommer wenn der Wind

aufhört zu reden

und Abermillionen von Salzkristallen

die Wasserfläche beziehen

hier zieht sich das Meer

seinen Brautschleier übers Gesicht

deckt sich mit Salz gibt sich zu erkennen

der Gärtner lauert auf den Moment

und pflückt rasch

das listige Geschenk

eines salzlustigen Meeres

 

Aus: Thomas Strässle: Salz. Das weiße Gold. Mit Gedichten von Ralph Dutli (geb. 1954). München 2007.

 

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Ralph Dutli (geb. 1954): Geschenkt!

 

Salz ist körnige Geduld

das kristallisierte rosa Blut begrabener Riesen

die dichte weiße Musik der alten Meere

im prallen Adern

es bestürzt dich durch seine

zeitvergessene melodiöse

Unvergänglichket

letztes Geschenk

eines denkenden Urmeers

das 200 Millionen Jahre

vor uns verdunstete

vor uns verdunstete

 

Aus: Thomas Strässle: Salz. Das weiße Gold. Mit Gedichten von Ralph Dutli (geb. 1954). München 2007.

 

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Ralph Dutli (geb. 1954): Liebesbeschwörung

 

salb mich, salz mich

halb mich, halb dich

halt mich - kalt nicht-

küss mich, iss mich

vergiss mich

(nur nicht)

vermiss mich

salb mich, salz mich

 

Aus: Thomas Strässle: Salz. Das weiße Gold. Mit Gedichten von Ralph Dutli (geb. 1954). München 2007.

 

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Ralph Dutli (geb. 1954): Poeten sind Salzsieder

 

sie brauchen nichts

als das üppige Holz der Phantasie

erhitzen den salzigen Strom

in ihren dunklen Solepfannen

den oberen Windungen

sie lassen das Überflüssige verdunsten

schaben das weiße Gold der Erinnerung

heraus und raffen die Bilder

sie sind Hellseher & Hallhörer & Schwarzfahrer

der Weltpoesie voller Geisterstimmen

salzig - rauchig - rau - nicht halb

so süß

das Urmeer der Poesie

hinterließ dir diesen Salzstock

unverderblicher Bilderkristalle

der Salzbergwerker löst die Brocken

der Sieder gewinnt sein

persönliches Salz

selber Kristall

 

Aus: Thomas Strässle: Salz. Das weiße Gold. Mit Gedichten von Ralph Dutli (geb. 1954). München 2007.

 

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Mark Boog (geb. 1970): Zoutzoeker

 

Zoutzoeker – hoge golven ziend met grote ogen,

niet wetend hoe te vangen. Maar in het stilstaande

vindt de zelfzuchtige slechts zichzelf, en van de stilte

de droesem. Zoutzoeker! Wat leeft van zout leeft

elders. Deze stille waters, deze diepe gronden.

Zoutzoeker, graaf hier, graaf elders, graaf niet,

damp de baaien in en kristalliseer de heldere bronnen;

uw salaris, uw verdiende loon, het zal u wel of niet ontgaan,

zoals de vos de honden, het hert de jacht, de mens de zijnen.

 

Salzsucher

Salzsucher – hohe Wellen erblickend mit großen Augen,

nicht wissend, wie fangen. Doch in dem Stehenden

findet der Selbstsüchtige nur sich selbst, und von der Stille

den Bodensatz. Salzsucher! Was von Salz lebt, lebt

anderswo. Diese stillen Wasser, diese tiefen Gründe.

Salzsucher, grabe hier, grabe woanders, grabe nicht,

dampfe die Buchten ein und kristallisiere die klaren Ausn;

euer Gehalt, euer gerechter Lohn, sie entgehen euch ja oder nein,

wie der Fuchs den Hunden, der Hirsch der Jagd, der Mensch den Seinen.

 

Übersetzung: Ard Posthuma

 

Aus: Keine triste Isolde. Gegenwartslyrik aus Flandern und den Niederlanden. Herausgegeben von Jaap Grave, Jan Konst und Bettina Noak. Göttingen: Wallstein 2007.

 

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